Sonntag, 25. Januar 2015

Werkstattaufführung "Faust, Hamlet und ich - Sinnspiel"

Faust, Hamlet und ich - Sinnspiel
Seit Oktober 2014 hat sich das Bremer Gefängnistheaterteam mit einer Gruppe
jugendlicher Insassen einmal pro Woche und an einigen Samstagen getroffen
und gemeinsam die Eigenproduktion "Faust, Hamlet und ich - Sinnspiel" ent-
wickelt. Ausgangspunkt des Projektes waren vier berühmte Szenen aus der
klassischen dramatischen Literatur, in denen sich die Protagonisten mit Fragen
nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzen. Die nun entwickelte Szenencollage
zeigt Reflektionen, Übersetzungen und Ideen der jugendlichen Inhaftierten zu
diesen Szenen.

Mit seinem diesjährigen Theaterprojekt hat das dreiköpfige Gefängnistheaterteam
- mit der zusätzlichen Unterstützung von zwei Praktikantinnen - eine größere Gruppe
der jugendlichen Inhaftierten erreicht. Kennzeichen des aktuellen Projektes war neben
der intensiven kreativen Arbeit eine anhaltende Fluktuation im Teilnehmerkreis und
daraus resultierende Gruppenprozesse. Deshalb standen der Entwicklungsprozess des
Projektes und die begleitende Arbeit mit den Jugendlichen mehr im Vordergrund als
das Aufführungsergebnis.
Theaterpädagogische Maßnahmen im Jugendstrafvollzug müssen nach unserer
Meinung so umfassend angelegt sein, dass sie den gegebenen Bedingungen gerecht
werden - wie z.B. dem Bildungshintergrund, der Konzentrationsfähigkeit, der Kon-
fliktfähigkeit etc. der einzelnen Teilnehmer. Sie muss in der Lage sein, diese zu bear-
beiten und zu integrieren. Auf diese Weise erzielt Theaterarbeit im Strafvollzug viel-
fältige Wirkungen, die sich nicht allein in dem Aufführungsergebnis ausdrücken.
Zumal bei dem gewählten Thema  des "Sinnspiels."
Freuen wir uns auf das, was die Jugendlichen gemeinsam mit den vier Darstellerinnen
des Gefängnistheaterteams in der Werkstattaufführung zeigen. (Geschlossene Veran-
staltung mit geladenen Gästen.)

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von:

SV Werder Bremen-Stiftung
DVJJ Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.
         Landesgruppe Bremen
Sparkasse Bremen - Sonderfonds "Bremen macht Helden"
Verein zur Förderung des Studio 13 e.V.

Freitag, 14. November 2014

Aufführung Pirandello: Jeder auf seine Weise am 30.11. 2014

 

Luigi Pirandello: 

JEDER AUF SEINE WEISE

 (CIASCUNDO A SUO MODO)


                                  mit Anna Bernhardt, Stella Oppelland, Rainer Pabst,
                                         Bilgehan Vatan und Angela Weinzierl
                                  Künstlerische Leitung: Markus Herlyn

                                  Zum letzten Mal am 30.November 2014 um 19.00 Uhr
                                  im Studio 13 Theaterinstitut, Breitenweg 13, 28197 Bremen



Foto: Thomas Partsch

Donnerstag, 23. Oktober 2014

"Faust, Hamlet und ich" - Neues Jugendtheaterprojekt in der JVA Bremen-Oslebshausen

Ein neues "Gib ein Zeichen" -Jugendtheaterprojekt mit jugendlichen Strafgefangenen in der JVA Bremen-Oslebshausen wurde begonnen. "Faust, Hamlet und ich - Sinnspiel", so der Titel der Eigenproduktion. Die Premiere ist Ende Januar 2015 geplant.

Gefängnistheater-Projektteam: Anna Bernhardt (Training und Mitarbeit Regie), 
                                                     Sheila Grießhaber (Praktikantin), 
                                                     Carolin Krause (Praktikantin),
                                                     Stella Oppelland (Training und Mitarbeit Regie), 
                                                     Markus Herlyn (Projektleitung und Regie)


Gefördert von:
DVJJ - Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. 
           Landesgruppe Bremen
Sparkasse Bremen - Sonderfonds "Bremen macht Helden"
SV Werder Bremen - Stiftung 








Sonntag, 5. Oktober 2014

Luigi Pirandello: Jeder auf seine Weise - Information



Luigi Pirandello – Jeder auf seine Weise

Zu seinem 20jährigen Jubiläum im Herbst 2014 präsentiert das Studio 13 Theaterinstitut die dritte Produktion aus Luigi Pirandellos „Trilogie des Theaters auf dem Theater“. Nach „Sechs Personen suchen einen Autor“ (2009-2011) und „Heute wird aus dem Stegreif gespielt“ (2012-2014) folgt nun das selten gespielte Stück „Jeder auf seine Weise“. Mit seinem Pirandello Ensemble hat das Studio 13 Theaterinstitut in einer Langzeitstudie das komplexe Werk des italienischen Meisterdramatikers aufgeschlossen und zeigt ab Oktober 2014 Pirandellos Verwirrspiel über die Frage der Realität.

Zum Inhalt des Stücks

Ein schreckliches Unglück ist passiert. Die Schauspielerin Delia Morello hat sich am Vorabend ihrer Hochzeit mit dem Maler Giorgio Salvi auf ein Liebesabenteuer mit Michele Rocca eingelassen. Der ist ausgerechnet auch noch der Verlobte der Schwester des Malers. Aus Verzweiflung begeht der Maler Selbstmord.
Der ganze Ort ist in heller Aufregung und die Gerüchteküche ist am Kochen. Die Frage nach den Hintergründen gibt Anlass für Spekulationen, Unterstellungen, Vorurteile und vor allem widersprüchliche Meinungen über die Frage der Schuld an dem Skandal. Die bekannte Filmdiva Delia Morello steht dabei im Zentrum des Meinungskrieges zwischen den tonangebenden Familien.
Zwei junge Vertreter dieser Familien geraten durch kontrastierende Einschätzungen der Geschehnisse aneinander, woraus eine Familienfehde resultiert. So wie die meisten Familien vor Ort, ist auch Francesco Savio überzeugt, dass Delia Morello nicht nur mit Perfidie, sondern auch in besonders unmoralischer Weise sowie aus rein egozentrischen Beweggründen gehandelt hat. Doro Palegari ergreift als einziger öffentlich für die Schauspielerin Partei und verteidigt sie. Er hält sie für unschuldig. Ein Wort gibt das andere und der Streit zwischen Francesco Savio und Doro Palegari eskaliert. Ein Duell zwischen beiden steht nun im Raum, ohne, dass letztlich irgendjemand versteht, warum eigentlich.

Der Konflikt ist in der Welt. Aber, was ist „wahr“, was ist „wirklich“, was ist passiert? Immer wieder neue Sichtweisen, Details, Bilder, Emotionen, Erinnerungen und Einstellungen kommen ins Spiel. Sie bringen das Geschehene zum Fließen. Die „Realität“ ist nicht greifbar.

Pirandellos Verwirrspiel über Fragen von Realität - Wirklichkeit und Wahrheit - ist als ein „Schlüsselstück“ konzipiert. Die Geschichte wird von Schauspielern dargestellt und interpretiert. Im Zuschauerraum befinden sich aber die wahren, überlebenden Protagonisten des tatsächlichen Unglücks: Die Schauspielerin Amalia Moreno und der zum Schauspieler avancierte Baron Nuti.

Es spielt das Pirandello Ensemble

Anna Bernhardt
Stella Oppelland
Rainer Pabst
Bilgehan Vatan
Angela Weinzierl

Künstlerische Leitung: Markus Herlyn

Premiere am 18. Oktober 2014 und weitere Aufführungen am 19. Oktober 2014
sowie am 30. November 2014 um 19.00 Uhr im Studio 13 Theaterinstitut

(Wegen der beschränkten Anzahl der Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Telefonisch oder per mail.)


Studio 13 Theaterinstitut
Breitenweg 13
28195 Bremen
Tel: 0421-702354

Internet:
theaterinstitut.blogspot.com
www.theaterinstitut.de