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Freitag, 14. November 2014

Aufführung Pirandello: Jeder auf seine Weise am 30.11. 2014

 

Luigi Pirandello: 

JEDER AUF SEINE WEISE

 (CIASCUNDO A SUO MODO)


                                  mit Anna Bernhardt, Stella Oppelland, Rainer Pabst,
                                         Bilgehan Vatan und Angela Weinzierl
                                  Künstlerische Leitung: Markus Herlyn

                                  Zum letzten Mal am 30.November 2014 um 19.00 Uhr
                                  im Studio 13 Theaterinstitut, Breitenweg 13, 28197 Bremen



Foto: Thomas Partsch

Sonntag, 5. Oktober 2014

Luigi Pirandello: Jeder auf seine Weise - Information



Luigi Pirandello – Jeder auf seine Weise

Zu seinem 20jährigen Jubiläum im Herbst 2014 präsentiert das Studio 13 Theaterinstitut die dritte Produktion aus Luigi Pirandellos „Trilogie des Theaters auf dem Theater“. Nach „Sechs Personen suchen einen Autor“ (2009-2011) und „Heute wird aus dem Stegreif gespielt“ (2012-2014) folgt nun das selten gespielte Stück „Jeder auf seine Weise“. Mit seinem Pirandello Ensemble hat das Studio 13 Theaterinstitut in einer Langzeitstudie das komplexe Werk des italienischen Meisterdramatikers aufgeschlossen und zeigt ab Oktober 2014 Pirandellos Verwirrspiel über die Frage der Realität.

Zum Inhalt des Stücks

Ein schreckliches Unglück ist passiert. Die Schauspielerin Delia Morello hat sich am Vorabend ihrer Hochzeit mit dem Maler Giorgio Salvi auf ein Liebesabenteuer mit Michele Rocca eingelassen. Der ist ausgerechnet auch noch der Verlobte der Schwester des Malers. Aus Verzweiflung begeht der Maler Selbstmord.
Der ganze Ort ist in heller Aufregung und die Gerüchteküche ist am Kochen. Die Frage nach den Hintergründen gibt Anlass für Spekulationen, Unterstellungen, Vorurteile und vor allem widersprüchliche Meinungen über die Frage der Schuld an dem Skandal. Die bekannte Filmdiva Delia Morello steht dabei im Zentrum des Meinungskrieges zwischen den tonangebenden Familien.
Zwei junge Vertreter dieser Familien geraten durch kontrastierende Einschätzungen der Geschehnisse aneinander, woraus eine Familienfehde resultiert. So wie die meisten Familien vor Ort, ist auch Francesco Savio überzeugt, dass Delia Morello nicht nur mit Perfidie, sondern auch in besonders unmoralischer Weise sowie aus rein egozentrischen Beweggründen gehandelt hat. Doro Palegari ergreift als einziger öffentlich für die Schauspielerin Partei und verteidigt sie. Er hält sie für unschuldig. Ein Wort gibt das andere und der Streit zwischen Francesco Savio und Doro Palegari eskaliert. Ein Duell zwischen beiden steht nun im Raum, ohne, dass letztlich irgendjemand versteht, warum eigentlich.

Der Konflikt ist in der Welt. Aber, was ist „wahr“, was ist „wirklich“, was ist passiert? Immer wieder neue Sichtweisen, Details, Bilder, Emotionen, Erinnerungen und Einstellungen kommen ins Spiel. Sie bringen das Geschehene zum Fließen. Die „Realität“ ist nicht greifbar.

Pirandellos Verwirrspiel über Fragen von Realität - Wirklichkeit und Wahrheit - ist als ein „Schlüsselstück“ konzipiert. Die Geschichte wird von Schauspielern dargestellt und interpretiert. Im Zuschauerraum befinden sich aber die wahren, überlebenden Protagonisten des tatsächlichen Unglücks: Die Schauspielerin Amalia Moreno und der zum Schauspieler avancierte Baron Nuti.

Es spielt das Pirandello Ensemble

Anna Bernhardt
Stella Oppelland
Rainer Pabst
Bilgehan Vatan
Angela Weinzierl

Künstlerische Leitung: Markus Herlyn

Premiere am 18. Oktober 2014 und weitere Aufführungen am 19. Oktober 2014
sowie am 30. November 2014 um 19.00 Uhr im Studio 13 Theaterinstitut

(Wegen der beschränkten Anzahl der Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Telefonisch oder per mail.)


Studio 13 Theaterinstitut
Breitenweg 13
28195 Bremen
Tel: 0421-702354

Internet:
theaterinstitut.blogspot.com
www.theaterinstitut.de

Montag, 6. Januar 2014

Projekt "Heute wird aus dem Stegreif gespielt"



Das Pirandello Ensemble beschäftigt sich unter der künstlerischen Leitung von Markus Herlyn seit 2008 schwerpunktmäßig mit dem Werk Luigi Pirandellos (1867-1936), hier im Besonderen mit der „Trilogie des Theaters auf dem Theater“.

Zum Stück

Nach „Sechs Personen suchen einen Autor“ stellt „Heute wird aus dem Stegreif gespielt“ seit zwei Jahren den Hauptgegenstand der forschenden Theaterarbeit und Inszenierungspraxis des Pirandello Ensembles dar.

Das Stück behandelt in erster Linie einen Konflikt zwischen der Regie und den Schauspielern. Der Regisseur vertritt die Meinung, dass er allein der Schöpfer des szenischen Kunstwerkes auf der Bühne ist und er sich lediglich dazu der Kunst der Schauspieler bedient, um die Rollen nach seiner Interpretation darstellen zu lassen. Genauso bedient er sich des Textes des Autors als Material für seine Inszenierung, die er allein als sein geistiges Eigentum betrachtet. Die Schauspieler rebellieren gegen diese Theaterauffassung und wollen die zugewiesene Rolle als „Instrumente“ der Regie nicht mehr akzeptieren. Ihnen schwebt ein völlig anderer Entstehungsprozess der Inszenierung vor, an dem sie sowohl mit ihren Ideen schöpferisch beteiligt sind, sowie mit ihrer persönlichen und realen Lebendigkeit. Das Leben auf der Bühne entstehe durch die Arbeit der Schauspieler von selbst und kann von gar niemandem kommandiert werden! So bringt einer der beteiligten Schauspieler die revolutionäre Stimmung im Produktionsprozess auf den Punkt.  

„Heute wird aus dem Stegreif gespielt“ ist als konsequente Fortsetzung des in „Sechs Personen suchen einen Autor“ eingeleiteten Themas zu verstehen. In „Sechs Personen suchen einen Autor“ treffen zwei Welten in einer überraschenden Begegnung aufeinander: ein Regisseur findet zur Probenzeit nicht nur seine Schauspieler vor, sondern real gewordene Bühnenfiguren mit einem Eigenleben. Pirandello  will künstlerische Ideen als „lebendige Wesen“ verstanden wissen. Damit setzt er Maßstäbe für die Umsetzung von dramatischen Texten auf der Bühne und für die Schauspielerei überhaupt:  die Darsteller auf der Bühne, die Schauspieler, müssen sich nach Pirandello mit der Idee, dem Wesen einer Figur auseinandersetzen und die Begegnung mit der künstlerischen Idee suchen, um zu einer lebendigen Darstellung zu gelangen. Die Regie wiederum sollte sich in der Funktion eines Helfers der Schauspieler im schöpferischen Prozess der Bühnenkunst verstehen.

 


Die Inszenierung


Der Entstehung der Stücke im „Studio 13 Theaterinstitut“ liegen verschiedene  Arbeitsschritte zu Grunde. Am Anfang steht immer eine längere Forschungsphase mit Laboratorien. Dabei schlagen die  SchauspielerInnen Szenenskizzen vor, die im Dialog mit der künstlerischen Leitung weiterentwickelt werden.
In Anlehnung an Pirandello kann man sagen: Wir laden die 'Ideen' zu uns ein, setzen uns mit ihnen auseinander und fordern einige zum 'Bleiben' auf.
Sobald genug Material erarbeitet worden ist, entwickelt die künstlerische Leitung auf dieser Basis zusammen mit dem Ensemble ein Szenarium für die Inszenierung. In der letzten Arbeitsphase,  den Szenen- und Inszenierungsproben übernehmen die Regie und die SchauspielerInnen wieder ihre eher klassischen Funktionen: die SchauspielerInnen kümmern sich in erster Linie um ihre Rollengestaltung sowie die szenische Umsetzung und die Regie um die Inszenierung. Auf diese Weise entstehen Inszenierungen, die nicht nur den schöpferischen Prozess einer Person (des Regisseurs) wiederspiegeln, sondern die Ideenwelt eines ganzen Ensembles integrieren.
Wie man bei Pirandello lernen kann, kommen die Ideen aber nicht nur, wenn man sie ruft, sondern sie stehen zumeist plötzlich im Raum, ohne vorher anzuklopfen. Daher entwickeln sich auch die Inszenierungen im Laufe der Aufführungspraxis immer weiter. Inszenierungen werden hier nicht als irgendwann ‚fertig‘ verstanden, sondern als ‚lebendige Wesen‘.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Offenes Schauspieltraining und Szenenarbeit

Offenes Schauspieltraining

Zwei Dienstage im Monat von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr:
Schauspieltraining und Szenenarbeit

Offenes Schauspieltraining mit wechselnden Schwerpunktthemen zur Verbesserung der schauspielerischen Technik und zur Auffrischung schauspielerischer Grundlagen

  • Methodisches Schauspieltraining: Körper-, Bewegungs- und Ensemblearbeit
  • Stimmtraining und Sprachgestaltung
  • Improvisation: Energie und innere Freiheit auf der Bühne
  • Monolog- und Szenenarbeit: Skizzen, Übungen und vertiefende Szenenarbeit  mit Texten wechselnder Theaterautoren.Derzeit Arbeit mit Szenen aus: "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams.
Ein Dienstag im Monat von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr:
Ideen Werkstatt

  • vertiefende Szenenarbeit oder Entwicklung von Theaterprojekten und Produktionsteams. Arbeit an einem Projekt pro Abend. 
Ort:          Studio 13 Theaterinstitut, Breitenweg 13, 28195 Bremen
Leitung:   Markus Herlyn
Kosten:    30,-/35,- Euro pro Monat
Das Schauspieltraining ist offen für neue TeilnehmerInnen. Ein Kennenlerntermin ist  kostenfrei.

Die nächsten Termine:

Mai 2014:      6.5. 2014, 13.5.2014, 27.5.2014

Juni 2014:     3.6.2014, 17.6. 2014, 24.6.2014

Juli 2014:       1.7.2014, 8.7.2014, 15.7.2014 

Montag, 17. Juni 2013

Мир проект - Sommerlaboratorium - My theatre in progress

Studio 13 Theaterinstitut                       Мир проект

                                                                                                 My theatre in progress


Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes „Mir Projekt – My theatre in progress“ biete 
ich Ende Juli-Anfang August 2013 eine einwöchige Fortbildung  in Form eines Sommer- laboratoriums an. Das „Mir Projekt“ basiert auf einer Kooperationsinitiative zwischen dem „Studio 13 Theaterinstitut“ in Bremen und dem „Cosmonauti – International festival of open rehearsals“ in Rom.

In dem Sommerlaboratorium können Interessierte die Praxis und Methodik meiner langjährig erprobten Schauspiel- und Theaterarbeit kennenlernen. Einladen möchte ich dazu SchauspielerInnen und Theaterbegeisterte mit Interesse an Methoden und Verfahren professioneller Szenen- und Rollenarbeit. Das Sommerlaboratorium verspricht tiefere Einblicke in zeitgenössische methodische Ansätze im narrativen dramatischen Theater! Erkunden Sie neue künstlerische Wege für Ihre Theaterarbeit!

Sommerlaboratorium
29.07. - 4.08.2013
Leitung: Markus Herlyn

Studio 13, Breitenweg 13, 28197 Bremen
7 Arbeitstage (täglich von 10.00 – 17.00 Uhr), Kosten: 140.- Euro.

Vormittags 10.00-13.00 Uhr : Training, Übungen, Grundlagenarbeit
                                                Arbeit mit den Dialogen „Ion“ und  „Hippias  Minor“
                                                von Platon. Basisübung Textanalysemethoden
                                                und szenische Umsetzung eines philosophischen           
                                                Dialogs in einer den Schauspieler künstlerisch 
                                                befreienden Spielhaltung, der „playing position“.

Nachmittags 14.00-17.00 Uhr: Szenische Arbeit mit dem Text „Jeder auf seine
                                                Weise“ von Luigi Pirandello. Basisübung „scene
                                                about“. Künstlerische Arbeitsweisen zur Entwicklung   
                                                von Szenen, Dialogen, Monologen und Rollen in  
                                                Reflexion auf ein dramatisches Material. Einführung
                                                in das „Tisch-Bühne-Tisch Verfahren“.

Abschlusspräsentation des Sommerlaboratoriums am So., 4.8. 2013 um 19.00 Uhr.


Das Sommerlaboratorium 2013 -
Workshop und Laboratorium in Einem

In dem Workshop geht es um die Techniken der  praktischen Handlungsanalyse,
der Szenenentwicklung durch Skizzen, das Tisch-Bühne-Tisch-Verfahren und die 
„playing position“. In dem Laboratorium liegen die inhaltlichen Schwerpunkte bei
der künstlerischen Eigenarbeit und Regiearbeit für SchauspielerInnen sowie bei der Ensemblearbeit.

Im Studio 13 Theaterinstitut stellen wir den Schauspieler als Künstler und das Ensemble 
als schöpferische Kraft in das Zentrum der Theaterarbeit.

Anhand von praktischen Versuchen mit szenischem Material werden wir in dem Sommerlaboratorium diese neueren methodischen Ansätze im narrativen realistischen Theater kennenlernen und gleichzeitig die persönliche Schauspieltechnik immer im Blick behalten und vielfältig verbessern.

Das Sommerlaboratorium findet in den Räumen des Studio 13 Theaterinstitut, 
Breitenweg 13, 28195 Bremen statt.

Die erforderlichen Texte von Platon sowie von Luigi Pirandello können als 
PDF-Dateien zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Auskünfte können per E-mail (
theaterinstitut@nord-com.net) oder unter der Telefonnummer 0421-70 23 54 eingeholt werden.
Die Anmeldung kann telefonisch oder per E-mail erfolgen.