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Dienstag, 1. Oktober 2013

Offenes Schauspieltraining und Szenenarbeit

Offenes Schauspieltraining

Zwei Dienstage im Monat von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr:
Schauspieltraining und Szenenarbeit

Offenes Schauspieltraining mit wechselnden Schwerpunktthemen zur Verbesserung der schauspielerischen Technik und zur Auffrischung schauspielerischer Grundlagen

  • Methodisches Schauspieltraining: Körper-, Bewegungs- und Ensemblearbeit
  • Stimmtraining und Sprachgestaltung
  • Improvisation: Energie und innere Freiheit auf der Bühne
  • Monolog- und Szenenarbeit: Skizzen, Übungen und vertiefende Szenenarbeit  mit Texten wechselnder Theaterautoren.Derzeit Arbeit mit Szenen aus: "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams.
Ein Dienstag im Monat von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr:
Ideen Werkstatt

  • vertiefende Szenenarbeit oder Entwicklung von Theaterprojekten und Produktionsteams. Arbeit an einem Projekt pro Abend. 
Ort:          Studio 13 Theaterinstitut, Breitenweg 13, 28195 Bremen
Leitung:   Markus Herlyn
Kosten:    30,-/35,- Euro pro Monat
Das Schauspieltraining ist offen für neue TeilnehmerInnen. Ein Kennenlerntermin ist  kostenfrei.

Die nächsten Termine:

Mai 2014:      6.5. 2014, 13.5.2014, 27.5.2014

Juni 2014:     3.6.2014, 17.6. 2014, 24.6.2014

Juli 2014:       1.7.2014, 8.7.2014, 15.7.2014 

Montag, 17. Juni 2013

Мир проект - Sommerlaboratorium - My theatre in progress

Studio 13 Theaterinstitut                       Мир проект

                                                                                                 My theatre in progress


Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes „Mir Projekt – My theatre in progress“ biete 
ich Ende Juli-Anfang August 2013 eine einwöchige Fortbildung  in Form eines Sommer- laboratoriums an. Das „Mir Projekt“ basiert auf einer Kooperationsinitiative zwischen dem „Studio 13 Theaterinstitut“ in Bremen und dem „Cosmonauti – International festival of open rehearsals“ in Rom.

In dem Sommerlaboratorium können Interessierte die Praxis und Methodik meiner langjährig erprobten Schauspiel- und Theaterarbeit kennenlernen. Einladen möchte ich dazu SchauspielerInnen und Theaterbegeisterte mit Interesse an Methoden und Verfahren professioneller Szenen- und Rollenarbeit. Das Sommerlaboratorium verspricht tiefere Einblicke in zeitgenössische methodische Ansätze im narrativen dramatischen Theater! Erkunden Sie neue künstlerische Wege für Ihre Theaterarbeit!

Sommerlaboratorium
29.07. - 4.08.2013
Leitung: Markus Herlyn

Studio 13, Breitenweg 13, 28197 Bremen
7 Arbeitstage (täglich von 10.00 – 17.00 Uhr), Kosten: 140.- Euro.

Vormittags 10.00-13.00 Uhr : Training, Übungen, Grundlagenarbeit
                                                Arbeit mit den Dialogen „Ion“ und  „Hippias  Minor“
                                                von Platon. Basisübung Textanalysemethoden
                                                und szenische Umsetzung eines philosophischen           
                                                Dialogs in einer den Schauspieler künstlerisch 
                                                befreienden Spielhaltung, der „playing position“.

Nachmittags 14.00-17.00 Uhr: Szenische Arbeit mit dem Text „Jeder auf seine
                                                Weise“ von Luigi Pirandello. Basisübung „scene
                                                about“. Künstlerische Arbeitsweisen zur Entwicklung   
                                                von Szenen, Dialogen, Monologen und Rollen in  
                                                Reflexion auf ein dramatisches Material. Einführung
                                                in das „Tisch-Bühne-Tisch Verfahren“.

Abschlusspräsentation des Sommerlaboratoriums am So., 4.8. 2013 um 19.00 Uhr.


Das Sommerlaboratorium 2013 -
Workshop und Laboratorium in Einem

In dem Workshop geht es um die Techniken der  praktischen Handlungsanalyse,
der Szenenentwicklung durch Skizzen, das Tisch-Bühne-Tisch-Verfahren und die 
„playing position“. In dem Laboratorium liegen die inhaltlichen Schwerpunkte bei
der künstlerischen Eigenarbeit und Regiearbeit für SchauspielerInnen sowie bei der Ensemblearbeit.

Im Studio 13 Theaterinstitut stellen wir den Schauspieler als Künstler und das Ensemble 
als schöpferische Kraft in das Zentrum der Theaterarbeit.

Anhand von praktischen Versuchen mit szenischem Material werden wir in dem Sommerlaboratorium diese neueren methodischen Ansätze im narrativen realistischen Theater kennenlernen und gleichzeitig die persönliche Schauspieltechnik immer im Blick behalten und vielfältig verbessern.

Das Sommerlaboratorium findet in den Räumen des Studio 13 Theaterinstitut, 
Breitenweg 13, 28195 Bremen statt.

Die erforderlichen Texte von Platon sowie von Luigi Pirandello können als 
PDF-Dateien zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Auskünfte können per E-mail (
theaterinstitut@nord-com.net) oder unter der Telefonnummer 0421-70 23 54 eingeholt werden.
Die Anmeldung kann telefonisch oder per E-mail erfolgen.

Dienstag, 5. März 2013

Welche theaterpädagogischen Projekte wir anbieten - 3



Gib ein Zeichen 2013

Inszenierung des Jugendtheaterstücks „Aussetzer“ von Lutz Hübner mit 

jugendlichen Strafgefangenen in der JVA Bremen Oslebshausen

Als drittes Theaterprojekt mit jugendlichen Strafgefangenen in Bremen bringt 
das Studio 13 Theaterinstitut und der Verein zur Förderung des Studio 13 e.V. 
in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gefängnisseelsorge und der Justizvoll-
zugsanstalt Bremen Oslebshausen (Abteilung Jugendvollzug) das Jugendtheater-
stück „Aussetzer“ von Lutz Hübner zur Aufführung. 
Es wird mit interessierten Jugendlichen von Januar bis Mai 2013 im Jugendvollzug
erarbeitet. Eine gefängnisinterne Aufführung des Stücks mit geladener Öffentlichkeit
ist für den 5.5. 2013 um 15.30 Uhr geplant.

 Zu dem Stück:
„Aussetzer“ handelt von der Beziehung zwischen dem 17-jährigen Hauptschüler Chris
und der jungen Lehrerin Julika. Chris ist der schwierigste Schüler in ihrer Klasse, sein 
Hauptschulabschluss ist wegen schlechter Noten gefährdet. 
Eines Tages bittet Chris seine Lehrerin, ihm trotz schlechter Leistungen eine Note zu 
geben, die ihm den Hauptschulabschluss ermöglicht. Als sie ihm dies verweigert, rastet 
Chris aus und wird gewalttätig gegenüber seiner Lehrerin.
Die junge Lehrerin reagiert jedoch völlig unerwartet: sie nimmt die Gewalttat zum Anlass 
sich intensiv mit dem „Problem Chris“  zu beschäftigen. Anstatt ihn bei der Schulleitung 
oder der Polizei anzuzeigen, schlägt sie ihm vor, ihm Nachhilfeunterricht zu geben. 
Lutz Hübners Stück „Aussetzer“ entfaltet im Folgenden das ganze Panorama der 
Schwierigkeiten von „problematischen“ Jugendlichen unserer Zeit. Von der Bedeutung 
der Elternbeziehung für den gesamten Lebensweg, über Probleme mit Gefühlen und 
in den Beziehungen zu den Mitmenschen bis zu der Schwierigkeit, Hilfsangebote 
anzunehmen und gebotene Chancen zu nutzen. 
Nicht nur die theaterpädagogische Arbeit an der Rolle des Chris, auch die Inszenierung 
des Stücks ermöglicht den Jugendlichen, sich auf eine ungewöhnliche, weil künstlerische 
Weise mit diesen Problemen und Lebensfragen näher zu beschäftigen.
 Zudem geht es bei der Theaterarbeit im Strafvollzug auch darum, den Jugendlichen Wege 
für eine sinnvolle Freizeitgestaltung aufzuzeigen und dazu beizutragen, sie kulturell besser 
zu integrieren. 

Zu der Arbeitsweise:
Die Rolle des Chris wird mit einer Gruppe von jugendlichen Strafgefangenen einstudiert
und in der Aufführung in abwechselnder Besetzung gespielt. 
Das Theatertraining, die schauspielerische Grundlagenarbeit, die Entwicklung der Rollen
und Szenen und die Inszenierungsarbeit werden von einem Team theaterpädagogischer 
Kräfte betreut. Auf diese Weise kann auch immer wieder parallel in Einzel- und Klein-
gruppenarbeit intensiv gearbeitet werden. Dadurch kann das kreative Potential der 
Jugendlichen in der szenischen Arbeit möglichst individuell und gezielt gefördert werden. 
Die Rolle der jungen Lehrerin übernehmen die theaterpädagogischen Mitarbeiterinnen 
des Projektes. Das Zusammenspiel der jugendlichen Strafgefangenen mit professionellen 
Theaterleuten gehört zu den Grundprinzipien der Theaterarbeit des Studio 13 im Straf-
vollzug.


Projektleitung und Koordination:
Studio 13 Theaterinstitut und Verein zur Förderung des Studio 13 e.V.
Breitenweg 13, 28195 Bremen
Tel.: 0421-702354
Internet: www. theaterinstitut.de  +  theaterinstitut.blogspot.com

Foto: Thomas Partsch
Projektleitungsteam:
Anna Bernhardt (Trainerin und Mitarbeit Regie)
Stella Oppelland (Trainerin und Mitarbeit Regie)
Markus Herlyn (Projektleitung u. Regie)

Das Projekt wird gefördert von:

Evangelische Gefängnisseelsorge Bremen
Sparkasse Bremen – Bremen macht Helden 2013
Thera – Stiftung Bremen
Verein zur Förderung des Studio 13 e.V.

Freitag, 11. Januar 2013

Pirandello Aufführung






Das Pirandello Ensemble zeigt

Heute wird aus dem Stegreif gespielt

von Luigi Pirandello


am 7. April 2013

um 19.30 Uhr 
im Studio 13, Breitenweg 13, 28195 Bremen
Anmeldung erforderlich. 

Es spielen: Elinor Bender, Lina Laderer, Hato Nordeck, 
Stella Oppelland, Rainer Pabst, Reiner Ubbelohde
Künstlerische Leitung: Markus Herlyn 

Freitag, 13. Juli 2012

Einzelarbeit Vorsprechen

COACHING FOR CASTING

Vorbereitung auf das Vorsprechen an Schauspielakademien




Seit zwei Jahrzehnten begleitet Markus Herlyn in vertraulicher Einzelarbeit professionell und erfolgreich Menschen, die sich auf Vorsprechtourneen an Theaterakademien vorbereiten oder sich Castingsituationen an Theatern stellen müssen. Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz, der in diese Arbeit einfließt, können auch Sie profitieren!

Meist geht es in dieser Arbeit darum, die künstlerische Persönlichkeit weiter zu entwickeln, das künstlerische Profil zu schärfen oder das künstlerische Selbstbewußtsein (wieder) zu verbessern. Oft spielen auch kleinere oder größere strukturelle Probleme in der schauspielerischen Technik eine Rolle bei möglicherweise bisher erlebten Mißerfolgen.
Manchmal fehlt z.B. auch eine gute Beratung bei dem Rollenrepertoire oder der Textanalyse.

Die Einzelarbeit findet in supervisierender Form statt. Es geht in der Regel darum, notwendige Hilfestellung zu leisten und bei der Entwicklung der eigenen Ideen und Rollenumsetzung unterstützend sowie spiegelnd tätig zu werden. Auf dass letztlich Stimme, Körper, Mimik, Geist und Seele mit Energie und Präsenz auf der Bühne und in der Prüfungssituation das ausdrücken, was die Schauspielerin/der Schauspieler künstlerisch sagen möchte!

Eine Einzelstunde (60 min.) bzw. Beratung bei Markus Herlyn soll bei Bedarf für jeden erschwinglich sein und kostet daher lediglich 25 Euro. Außer beim Erstgespräch macht
es allerdings Sinn, Doppelstunden zu einzuplanen.
Markus Herlyn freut sich auf Ihre Anfrage und eine mögliche Zusammenarbeit.


Donnerstag, 5. Juli 2012

Was wir an künstlerischer Arbeit machen - 2

Pirandello Ensemble: "Sechs Personen suchen einen Autor"

Zum Stück
 
In „Sechs Personen suchen einen Autor“ von Luigi Pirandello (1867-1936) treffen zwei Welten in einer überraschenden Begegnung aufeinander: ein Regisseur findet zur Probenzeit nicht nur seine Schauspieler vor, sondern real gewordene Bühnenfiguren mit Eigenleben. Ihr Drama: ihre Geschichte wurde vom Autor nicht zu Ende aufgeschrieben.


In der folgenden Auseinandersetzung versuchen die Bühnenfiguren, den Regisseur von ihrer Daseinsberechtigung auf der Bühne und der hervorragenden Qualität ihrer Geschichte zu überzeugen. Dies stellt sich als schwierig heraus, denn die Theaterleute - Regisseur und Schauspieler - zweifeln nicht nur an der Existenz der Bühnenfiguren, sondern wollen vor allem an ihren gewohnten Arbeitsweisen festhalten. Es entfaltet sich ein zugleich verwirrendes und erhellendes Spiel um Schein und Sein, Wirklichkeit und Interpretation, Illusion und Phantasie auf der Bühne wie im Leben.


Der Hintergrund des Stückes ist die Erfahrung des Dramatikers Luigi Pirandello, dass sich die Figuren seiner Phantasie, kaum dass sie geboren sind, selbstständig machen und gewissermaßen ihr Drama selbst erfinden. Er will deshalb seine Bühnenfiguren bzw. künstlerischen Ideen als lebendige Wesen verstanden wissen. Damit setzt er zugleich Maßstäbe für die Umsetzung von dramatischen Texten auf der Bühne und für den Schauspielerberuf überhaupt:  die Darsteller auf der Bühne, die Schauspieler, müssen sich nach Pirandello viel intensiver mit der Idee, dem Wesen einer Figur auseinandersetzen, um zu einer lebendigen Darstellung zu gelangen. Es reicht nicht, der zu verkörpernden Rolle
die eigene Interpretation überzustülpen.


Die Inszenierung



Der Entstehung der Stücke im Studio 13 Theaterinstitut liegen in der Regel zwei Arbeits- schritte zu Grunde.
Am Anfang der Arbeit steht eine längere Forschungsphase mit mehreren Laboratorien. Dabei schlagen die  SchauspielerInnen immer wieder Szenenskizzen vor, die im Dialog mit der künstlerischen Leitung entweder weiterentwickelt oder verworfen werden.
In Anlehnung an Pirandello kann man sagen: Wir laden die Ideen zu uns ein, setzen uns mit ihnen auseinander und fordern einige zum Bleiben auf.
Sobald genug Material erarbeitet worden ist, entwickelt die künstlerische Leitung auf dieser Basis zusammen mit dem Ensemble ein Szenarium und übernimmt bei den Proben die Endregie.


Wie man bei Pirandello lernen kann, kommen die Ideen aber nicht nur, wenn man sie ruft, sondern sie stehen plötzlich im Raum, ohne vorher anzuklopfen. Daher entwickelt sich auch die Inszenierung stetig weiter, denn bei der Arbeit des Ensembles entsteht immer wieder neues Material, welches, wenn möglich, mit dem vorhandenen Szenenmaterial verknüpft wird.
                                         Pirandello Ensemble mit Material aus "Sechs Personen suchen einen Autor"
                                                           "Cosmonauti - International festival of open rehearsals" in Caprarola/Italien 2009
                                                                                                                                                    Foto: Alicja Ziolko

Das Schauspielteam für „Sechs Personen suchen einen Autor“ sind: Joanna Boumans, Martina Kock, Hato Nordeck, Stella Oppelland, Rainer Pabst und Reiner Ubbelohde

Künstlerische Leitung: Markus Herlyn

Mittwoch, 27. Juni 2012

Welche theaterpädagogischen Projekte wir anbieten - 2

Gib ein Zeichen
Über die Inszenierung des Jugendstücks „Das Herz eines
Boxers“ von Lutz Hübner mit jugendlichen Strafgefangenen



Als zweites „Gib ein Zeichen“-Projekt mit jugendlichen Strafgefangenen der JVA Bremen-Oslebshausen hat das Studio 13 Theaterinstitut das Jugendtheaterstück „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner in der Justizvollzugsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (Teilanstalt Jugendvollzug) im April 2011 zur Aufführung gebracht.

Zu dem Stück:
Das Stück „Das Herz eines Boxers“ handelt von der Begegnung zwischen dem jugendlichen Straftäter Jojo und dem im Altenheim lebenden ehemaligen Boxer Leo. Jojo soll wegen einer Straftat Sozialstunden im Altenheim in Form von Renovierungsarbeiten leisten. Zwischen Jojo und Leo, zwei Generationen voneinander entfernt, scheint der Graben zunächst unüberwindbar. Doch durch eine rasante und von lebendigen Ereignissen geprägte Entwicklung befreunden sich die beiden Protagonisten.

Zu der Arbeitsweise:
Die Rolle des jugendlichen Jojo wurde in wechselnder Besetzung gespielt und mit einer Gruppe jugendlicher Strafgefangener in der JVA Bremen-Oslebshausen entwickelt und einstudiert. Um intensiv auf die Bedürfnisse der einzelnen jugendlichen Darsteller eingehen zu können und um das kreative Potential der Jugendlichen durch die Theaterarbeit individuell zu fördern, bestand das Projektteam aus drei aufeinander eingespielten theaterpädagogischen Kräften.

Projektteam:
Markus Herlyn (Projektleitung u. Regie), Reiner Ubbelohde (Schauspiel), Martina Kock (Trainerin und Mitarbeit Regie), Stella Oppelland (Trainerin und Mitarbeit Regie) und Maike Hoffmann (Praktikantin)

Die Rolle des alten Boxers Leo übernahm der 70jährige Schauspieler Reiner Ubbelohde. Durch das reale Zusammenspiel mit einem Mann im Alter ihrer Großväter sowie die Konfrontation im Stück sind zusätzliche kreative Impulse ins Spiel gekommen, die allen Beteiligten neue Sichtweisen in der Generationenfrage eröffneten.

Zu den Zielen des Projektes:
Nach den positiven Erfahrungen mit der Umsetzung des Theaterstücks „Die Nacht vor der Verhandlung“ von Anton Cechov im Februar 2010 in der JVA Oslebshausen ist jugendlichen Strafgefangenen wiederum die Möglichkeit eröffnet worden, ihren Kontakt zum Theater und zur Kultur zu entwickeln oder zu vertiefen.

Sowohl das Stück „Das Herz eines Boxers“, als auch die vom Studio 13 Theaterinstitut entwickelte theaterpädagogische Vorgehensweise erleichterte es den Jugendlichen, sich von einer anderen Seite zu zeigen, festgefahrene Rollenmuster zu verlassen, empathisches Verhalten zu üben und den Wert von Verantwortung in der Gemeinschaft zu verstehen. Die Rolle des Jojo legte dafür den „roten Teppich“ aus, denn Jojo ist „krass“, hat auch schon „Mist gebaut“ und ist dennoch letztlich eine positive Figur, ein Vorbild geradezu.

 
    Das Projektteam am Bahnhof Bremen-Oslebshausen
                                                            Foto: M. Herlyn 
Das Projekt wurde gefördert durch:
- Fonds Soziokultur, Bonn
- PlusPunkt Kultur
  Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-und Jugendbildung e.V., Berlin
- SWB Bildungsinitiative, Bremen
- Verein zur Förderung des Studio 13 e.V., Bremen
- eine anonyme Spenderin, Bremen


Montag, 25. Juni 2012

Was wir an künstlerischer Arbeit machen - 1


Das Pirandello Ensemble


Das Pirandello Ensemble beschäftigt sich seit 2008 schwerpunktmäßig mit dem Werk
Luigi Pirandellos (1867-1936), hier im Besonderen mit der „Trilogie des Theaters auf
dem Theater".

Nach der intensiven Auseinandersetzung mit dem Stück „SECHS PERSONEN SUCHEN EINEN AUTOR“ und dessen Inszenierung sowie Aufführung in verschiedenen Versionen, beschäftigt sich die Gruppe aktuell mit dem letzten Stück der Trilogie: „HEUTE ABEND WIRD AUS DEM STEHGREIF GESPIELT“. Öffentliche Aufführungen des neuen Projektes werden voraussichtlich noch in diesem Jahr zu erwarten sein.
Die langjährige und komplexe Auseinandersetzung mit einem gewählten Thema ist eines der besonderen Kennzeichen der Ensemblearbeit im Studio 13 Theaterinstitut.

Die Zusammensetzung des Pirandello Ensembles ist sehr facettenreich - in Bezug auf die Dauer der Zusammenarbeit (2 bis 15 Jahre), auf das Alter der Gruppenmitglieder (von Mitte 20 bis Anfang 70) und auf unterschiedliche Wege der Theaterausbildung.

Gemeinsame Arbeitsgrundlage sind unter anderem aus Russland stammende schauspiel- methodische Ansätze, die wiederum durch einen  langjährigen Auseinandersetzungsprozess an die künstlerischen Bedürfnisse unserer sowohl pädagogischen als auch forschenden Theaterarbeit angepasst worden sind.
Das von Markus Herlyn geleitete Theaterinstitut in Bremen (seit 1994) versteht sich als freie Aus- und Fortbildungsstätte für Schauspielerinnen und Schauspieler.

In weiteren Artikeln dieser Reihe wird sowohl die Arbeit des Pirandello Ensembles als auch die gesamte bisherige Theaterarbeit im Studio 13 Theaterinstitut näher beleuchtet werden.

                                                                                             Foto: Dieter Meeger