Freitag, 11. Januar 2013
Pirandello Aufführung
Das Pirandello Ensemble zeigt
Heute wird aus dem Stegreif gespielt
von Luigi Pirandello
am 7. April 2013
um 19.30 Uhr
im Studio 13, Breitenweg 13, 28195 Bremen
Anmeldung erforderlich.
Es spielen: Elinor Bender, Lina Laderer, Hato Nordeck,
Stella Oppelland, Rainer Pabst, Reiner Ubbelohde
Künstlerische Leitung: Markus Herlyn
Freitag, 13. Juli 2012
Einzelarbeit Vorsprechen
COACHING FOR CASTING
Vorbereitung auf das Vorsprechen an Schauspielakademien
Seit zwei Jahrzehnten begleitet Markus Herlyn in vertraulicher Einzelarbeit professionell und erfolgreich Menschen, die sich auf Vorsprechtourneen an Theaterakademien vorbereiten oder sich Castingsituationen an Theatern stellen müssen. Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz, der in diese Arbeit einfließt, können auch Sie profitieren!
Meist geht es in dieser Arbeit darum, die künstlerische Persönlichkeit weiter zu entwickeln, das künstlerische Profil zu schärfen oder das künstlerische Selbstbewußtsein (wieder) zu verbessern. Oft spielen auch kleinere oder größere strukturelle Probleme in der schauspielerischen Technik eine Rolle bei möglicherweise bisher erlebten Mißerfolgen.
Manchmal fehlt z.B. auch eine gute Beratung bei dem Rollenrepertoire oder der Textanalyse.
Die Einzelarbeit findet in supervisierender Form statt. Es geht in der Regel darum, notwendige Hilfestellung zu leisten und bei der Entwicklung der eigenen Ideen und Rollenumsetzung unterstützend sowie spiegelnd tätig zu werden. Auf dass letztlich Stimme, Körper, Mimik, Geist und Seele mit Energie und Präsenz auf der Bühne und in der Prüfungssituation das ausdrücken, was die Schauspielerin/der Schauspieler künstlerisch sagen möchte!
Eine Einzelstunde (60 min.) bzw. Beratung bei Markus Herlyn soll bei Bedarf für jeden erschwinglich sein und kostet daher lediglich 25 Euro. Außer beim Erstgespräch macht
es allerdings Sinn, Doppelstunden zu einzuplanen.
Markus Herlyn freut sich auf Ihre Anfrage und eine mögliche Zusammenarbeit.
Donnerstag, 5. Juli 2012
Was wir an künstlerischer Arbeit machen - 2
Pirandello Ensemble: "Sechs Personen suchen einen Autor"
Die
Inszenierung
"Cosmonauti - International festival of open rehearsals" in Caprarola/Italien 2009
Foto: Alicja Ziolko
Zum Stück
In „Sechs Personen suchen
einen Autor“ von Luigi Pirandello (1867-1936) treffen zwei Welten in einer
überraschenden Begegnung aufeinander: ein Regisseur findet zur Probenzeit nicht
nur seine Schauspieler vor, sondern real gewordene Bühnenfiguren mit Eigenleben.
Ihr Drama: ihre Geschichte wurde vom Autor nicht zu Ende aufgeschrieben.
In der folgenden
Auseinandersetzung versuchen die Bühnenfiguren, den Regisseur von ihrer
Daseinsberechtigung auf der Bühne und der hervorragenden Qualität ihrer
Geschichte zu überzeugen. Dies stellt sich als schwierig heraus, denn die
Theaterleute - Regisseur und Schauspieler - zweifeln nicht nur an der Existenz
der Bühnenfiguren, sondern wollen vor allem an ihren gewohnten Arbeitsweisen
festhalten. Es entfaltet sich ein zugleich verwirrendes und erhellendes Spiel
um Schein und Sein, Wirklichkeit und Interpretation, Illusion und Phantasie auf
der Bühne wie im Leben.
Der Hintergrund des Stückes
ist die Erfahrung des Dramatikers Luigi Pirandello, dass sich die Figuren
seiner Phantasie, kaum dass sie geboren sind, selbstständig machen und
gewissermaßen ihr Drama selbst erfinden. Er will deshalb seine Bühnenfiguren
bzw. künstlerischen Ideen als lebendige Wesen verstanden wissen. Damit setzt er
zugleich Maßstäbe für die Umsetzung von dramatischen Texten auf der Bühne und
für den Schauspielerberuf überhaupt: die
Darsteller auf der Bühne, die Schauspieler, müssen sich nach Pirandello viel
intensiver mit der Idee, dem Wesen einer Figur auseinandersetzen, um zu einer
lebendigen Darstellung zu gelangen. Es reicht nicht, der zu verkörpernden Rolle
die eigene Interpretation überzustülpen.
Die
Inszenierung
Der Entstehung der Stücke im
Studio 13 Theaterinstitut liegen in der Regel zwei Arbeits- schritte zu Grunde.
Am Anfang der Arbeit steht eine
längere Forschungsphase mit mehreren Laboratorien. Dabei schlagen
die SchauspielerInnen immer wieder
Szenenskizzen vor, die im Dialog mit der künstlerischen Leitung entweder weiterentwickelt oder verworfen werden.
In Anlehnung an Pirandello
kann man sagen: Wir laden die Ideen zu uns ein, setzen uns mit ihnen
auseinander und fordern einige zum Bleiben auf.
Sobald genug Material
erarbeitet worden ist, entwickelt die künstlerische Leitung auf dieser Basis
zusammen mit dem Ensemble ein Szenarium und übernimmt bei den Proben die
Endregie.
Wie man bei Pirandello
lernen kann, kommen die Ideen aber nicht nur, wenn man sie ruft, sondern sie
stehen plötzlich im Raum, ohne vorher anzuklopfen. Daher entwickelt sich auch
die Inszenierung stetig weiter, denn bei der Arbeit des Ensembles entsteht
immer wieder neues Material, welches, wenn möglich, mit dem vorhandenen Szenenmaterial
verknüpft wird.
Pirandello Ensemble mit Material aus "Sechs Personen suchen einen Autor" "Cosmonauti - International festival of open rehearsals" in Caprarola/Italien 2009
Foto: Alicja Ziolko
Das Schauspielteam für
„Sechs Personen suchen einen Autor“ sind: Joanna Boumans, Martina Kock, Hato
Nordeck, Stella Oppelland, Rainer Pabst und Reiner Ubbelohde
Künstlerische Leitung:
Markus Herlyn
Labels:
Ensemblearbeit,
Improvisation,
Pirandello,
Regiearbeit,
Rollenarbeit,
Schauspielmethoden,
Szenenarbeit,
Textanalyse,
Theater und Philosophie,
Training
Mittwoch, 27. Juni 2012
Welche theaterpädagogischen Projekte wir anbieten - 2
Über die Inszenierung des Jugendstücks „Das Herz eines
Boxers“ von Lutz Hübner mit jugendlichen Strafgefangenen
Als zweites „Gib ein Zeichen“-Projekt mit jugendlichen Strafgefangenen der JVA Bremen-Oslebshausen hat das Studio 13 Theaterinstitut das Jugendtheaterstück „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner in der Justizvollzugsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (Teilanstalt Jugendvollzug) im April 2011 zur Aufführung gebracht.
Zu dem Stück:
Das Stück „Das Herz eines Boxers“ handelt von der Begegnung zwischen dem jugendlichen Straftäter Jojo und dem im Altenheim lebenden ehemaligen Boxer Leo. Jojo soll wegen einer Straftat Sozialstunden im Altenheim in Form von Renovierungsarbeiten leisten. Zwischen Jojo und Leo, zwei Generationen voneinander entfernt, scheint der Graben zunächst unüberwindbar. Doch durch eine rasante und von lebendigen Ereignissen geprägte Entwicklung befreunden sich die beiden Protagonisten.
Zu der Arbeitsweise:
Die Rolle des jugendlichen Jojo wurde in wechselnder Besetzung gespielt und mit einer Gruppe jugendlicher Strafgefangener in der JVA Bremen-Oslebshausen entwickelt und einstudiert. Um intensiv auf die Bedürfnisse der einzelnen jugendlichen Darsteller eingehen zu können und um das kreative Potential der Jugendlichen durch die Theaterarbeit individuell zu fördern, bestand das Projektteam aus drei aufeinander eingespielten theaterpädagogischen Kräften.
Projektteam:
Markus Herlyn (Projektleitung u. Regie), Reiner Ubbelohde (Schauspiel), Martina Kock (Trainerin und Mitarbeit Regie), Stella Oppelland (Trainerin und Mitarbeit Regie) und Maike Hoffmann (Praktikantin)
Die Rolle des alten Boxers Leo übernahm der 70jährige Schauspieler Reiner Ubbelohde. Durch das reale Zusammenspiel mit einem Mann im Alter ihrer Großväter sowie die Konfrontation im Stück sind zusätzliche kreative Impulse ins Spiel gekommen, die allen Beteiligten neue Sichtweisen in der Generationenfrage eröffneten.
Zu den Zielen des Projektes:
Nach den positiven Erfahrungen mit der Umsetzung des Theaterstücks „Die Nacht vor der Verhandlung“ von Anton Cechov im Februar 2010 in der JVA Oslebshausen ist jugendlichen Strafgefangenen wiederum die Möglichkeit eröffnet worden, ihren Kontakt zum Theater und zur Kultur zu entwickeln oder zu vertiefen.
Sowohl das Stück „Das Herz eines Boxers“, als auch die vom Studio 13 Theaterinstitut entwickelte theaterpädagogische Vorgehensweise erleichterte es den Jugendlichen, sich von einer anderen Seite zu zeigen, festgefahrene Rollenmuster zu verlassen, empathisches Verhalten zu üben und den Wert von Verantwortung in der Gemeinschaft zu verstehen. Die Rolle des Jojo legte dafür den „roten Teppich“ aus, denn Jojo ist „krass“, hat auch schon „Mist gebaut“ und ist dennoch letztlich eine positive Figur, ein Vorbild geradezu.
Das Projektteam am Bahnhof Bremen-Oslebshausen
Foto: M. Herlyn
Das Projekt wurde gefördert durch:- Fonds Soziokultur, Bonn
- PlusPunkt Kultur
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-und Jugendbildung e.V., Berlin
- SWB Bildungsinitiative, Bremen
- Verein zur Förderung des Studio 13 e.V., Bremen
- eine anonyme Spenderin, Bremen
Dienstag, 26. Juni 2012
Welche theaterpädagogischen Projekte wir anbieten - 1
Tandem Theater
Unterrichtsbegleitendes Angebot für
die Schulen
Für die Schulen und insbesondere für die Klassenstufen 9 bis
13 bieten wir an, mit den Schülerinnen und Schülern an Szenen aus einem Stück
ihrer Wahl (z.B. aus dem Deutschunterricht) darstellerisch zu arbeiten.
Nach Absprache mit den Beteiligten erstreckt sich unsere
Arbeit auf Theatertraining, Textanalyse und Textinterpretation durch
Improvisation und szenische Arbeit.
Theatertraining: Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich
im Schulraum auf eine andere Art als sonst üblich zu bewegen, zu improvisieren, sich als Team
zu begreifen und ihre darstellerischen
Möglichkeiten im Unterricht zu erweitern. Neue Sichtweisen auf den
Klassenverband zumeist inklusive.
Textanalyse und Textinterpretation: Die Schülerinnen und
Schüler lernen, die für sie beispielsweise oft schwer zugänglichen klassischen
Theatertexte zu verstehen, zu interpretieren und mit ihrer eigenen
Erfahrungswelt zu verbinden. Durch kognitive Analysemethoden und freie
improvisatorische Darstellungen dringen die Schülerinnen und Schüler spielerisch
in die Tiefenstruktur des jeweiligen Stückes vor.
Szenische Arbeit: Die Schülerinnen und Schüler
lernen, ihre Textinterpretationen im Team darstellerisch umzusetzen und
ganzheitlich in der Gruppe zu vertreten.
Die theaterpädagogische Zusammenarbeit mit den Schulen wird
je nach Bedarf und Möglichkeiten der Schulen in der Regel durch ein Team von 2-3 erfahrenen
pädagogischen Kräften durchgeführt. So können sowohl eine möglichst individuelle
Betreuung der Schülerinnen und Schüler sowie vielfältige Impulse gewährleistet werden. Gegebenenfalls ist es so auch möglich, durch beispielhaftes Vorspiel darstellerische Brücken zu bauen. Das Vorspiel soll allerdings nur der Ausnahmefall sein, da die Initiative und darstellerische Aktivität der Schülerinnen und Schüler bei uns jederzeit im Vordergrund stehen soll und wir nach unserem Selbstverständnis dabei Unterstützung leisten möchten.
Zeitliche Organisationsformen sind nach Absprache vereinbar als Impulsworkshop, als nach Ihren Bedürfnissen definierte Projektphasen oder Projektwochen.
Haben Sie Interesse an unserem Angebot „Tandem Theater“? Dann sprechen Sie uns bitte an. Es ist wahrscheinlich auch gar nicht so teuer wie Sie womöglich befürchten.
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